Margot Honecker beim VIII. Pioniertreffen in Karl-Marx-Stadt, 19. August 1988

Die Abteilung Jugendhilfe leitete die Organe der Jugendhilfe auf Bezirks- und Kreisebene an. Dazu zählten auch ehrenamtliche, also pädagogisch nicht ausgebildete Mitarbeiter. Mit der Einbindung freiwilliger Helfer sollten personelle Engpässe überwunden werden, vor allem aber sollten Bürger mit gesellschaftlichen Aufgaben betraut werden, um die "sozialistische Demokratie" zu entwickeln. Dazu wurden Hunderttausende DDR-Bürger in politische Gremien berufen. Allein 1989 waren ca. 45.000 Personen ehrenamtlich in der Jugendhilfe tätig. Sie hatten Kontroll- und Beratungsfunktionen, auch bei Heimeinweisungen. "Das Ziel der Umerziehung besteht darin, die ...Besonderheiten in der Persönlichkeitsentwicklung zu überwinden, die Eigenheiten im Denken und Verhalten der Kinder und Jugendlichen, zu beseitigen und damit die Voraussetzungen für eine normale Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen. Aus dieser Sicht kommt wohl keiner von uns auf die Idee, daran zu zweifeln, dass der Erziehungsauftrag der Arbeiterklasse für unsere Kinder und Jugendlichen in vollem Maße Gültigkeit besitzt."
(Eberhard Mannschatz, Die Umerziehung von Kindern und Jugendlichen in den Heimen der Jugendhilfe", 1976)

<< zurück