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Gedenkstätte GJWH Torgau

Tel.  03421 714203
Fax. 03421 776641

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Öffnungszeiten der Ausstellung

Dienstag bis Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr
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Stiftung StSG

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                    Stadt Torgau

Stiftung Anerkennung und Hilfe


Wer kann sich anmelden?

Für Personen, die bereits Leistungen aus den Fonds "Heimerziehung West" und "Heimerziehung in der DDR" oder aus dem Ergänzenden Hilfesystem, d. h. dem Fonds "Sexueller Missbrauch im familiären Bereich" (FSM) oder dem "EHS - institutioneller Bereich", erhalten haben, sind die materiellen Hilfen dieser Hilfesysteme abschließend. D. h. sie können darüber hinaus keine Geldpauschale der Stiftung Anerkennung und Hilfe erhalten.

Um sich für Leistungen der Stiftung anmelden zu können, müssen Personen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Die erste Kontaktaufnahme mit der Anlauf- und Beratungsstelle, als Voraussetzung für die Anmeldung, ist bis zum 31. Dezember 2019 möglich.

Anmelden können sich Personen, die als Kinder oder Jugendliche während der Unterbringung in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe bzw. der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an Folgewirkungen leiden.

Welche Einrichtungen sind gemeint?

Zur damaligen Zeit war weder in der Bundesrepublik Deutschland noch in der DDR die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen einheitlich geregelt. Zudem gab es viele Bezeichnungen für die verschiedenen Einrichtungen. Daher muss zunächst im Gespräch mit der Anlauf- und Beratungsstelle geklärt werden, ob eine Einrichtung in die Zuständigkeit der Stiftung fällt.

Als stationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe gelten grundsätzlich nichtklinische Einrichtungen zur Betreuung, Förderung oder Pflege von Menschen mit Behinderungen, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner tagsüber und nachts aufhielten und die alle Lebensbereiche (Wohnen, Arbeit, Freizeit) umfassten. Beispiele sind:

  • Wohnheime und Wohnstätten mit oder ohne Tagesstruktur

  • Schulen mit angeschlossenem Internatsbetrieb

  • Heime bzw. Anstalten der geschlossenen Erziehungsfürsorge

  • Sonderschulheime, (Alten-)Pflegeheime mit Plätzen für Menschen mit Behinderung

Als stationäre Einrichtungen der Psychiatrie gelten grundsätzlich psychiatrische Krankenhäuser zur stationären Behandlung psychisch kranker Menschen in offenen oder geschlossenen Stationen, in denen sich die Patienten grundsätzlich tagsüber und nachts aufhielten und die sie ohne Einwilligung der Leitung nicht verlassen konnten. Beispiele sind:

  • Kinderkliniken bzw. Allgemeinkrankenhäuser mit psychosomatisch-psychotherapeutischen Abteilungen oder Stationen

  • Universitätskliniken mit Abteilungen oder Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie bzw. Kinderneuropsychiatrie

  • psychiatrische Fachkrankenhäuser mit Abteilungen oder Stationen für Kinder und Jugendliche bzw. Bezirkskliniken für Neuropsychiatrie

In beiden Bereichen kann es sich sowohl um öffentliche und kirchliche Einrichtungen als auch um Einrichtungen freier und privater Träger handeln.

Wie funktioniert die Anmeldung?

Betroffene können sich bei einer Anlauf- und Beratungsstelle im Bundesland ihres derzeitigen Wohnorts für den Erhalt der Leistungen anmelden. Die Kontaktaufnahme mit der Anlauf- und Beratungsstelle ist bis zum 31. Dezember 2019 möglich.

Die Anmeldung besteht aus drei Schritten: der Kontaktaufnahme mit der zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle, einem persönlichen Beratungsgespräch und dem gemeinsamen Ausfüllen eines Erfassungsbogens mit einer Beraterin oder einem Berater. Bei Bedarf können Vertreterinnen und Vertreter, Betreuerinnen und Betreuer oder sonstige Vertrauenspersonen die Betroffene / den Betroffenen unterstützen. Auch eine aufsuchende Beratung oder Assistenz durch die Anlauf- und Beratungsstellen ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Die Anlauf- und Beratungsstelle übersendet den Erfassungsbogen an die Geschäftsstelle der Stiftung. Dort wird der Erfassungsbogen auf Schlüssigkeit geprüft. Die oder der Anmeldende erhält anschließend von der Anlauf- und Beratungsstelle eine schriftliche Information über das Ergebnis.

Wie unterstützt die Stiftung?

Die Stiftung unterstützt mit folgenden Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen: öffentliche Anerkennung des erfahrenen Leids und Unrechts, Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung der Leids- und Unrechtserfahrungen, individuelle Anerkennung durch ein persönliches Gespräch in den Anlauf- und Beratungsstellen und Unterstützung durch finanzielle Hilfe.

 

Stiftung Anerkennung und Hilfe
Link: http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Startseite/start.html

 

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