Gedenkstätte GJWH Torgau

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Newsletter der Gedenkstätte

2015

Thüringer Allgemeine - 30. Juli 2015

Löwenwirt in Kaltennordheim: "Ich habe genug gelitten, ich habe mit der DDR abgeschlossen"

Horst Dittmars Leben in der DDR gleicht einer Achterbahn-Fahrt mit kurzen sanften Anstiegen und langen steilen Abfahrten, immer knapp am Absturz vorbei. Wie in der Gondel der Achterbahn hatte er keine Chance auszusteigen. Er hätte sich ja anpassen können, sagen die, die sich angepasst haben. Er hätte ja mitlaufen können, einfach ruhig mitlaufen, ohne anderen etwas anzutun, sagen die an den Stammtischen, die mitgelaufen sind. Ja, hätte er. Er wählte einen anderen Weg, genauso wie seine Eltern, die sich nie mit der Diktatur arrangiert hatten, und wie seine Brüder.

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MOPO 24 - 24. Juli 2015

Keine Entschädigung: Hunderte DDR-Heimkinder verpassen Frist

Rund 630 ehemalige DDR-Heimkinder haben die Chance auf eine Entschädigung verpasst. Etwa 6200 Berliner haben sich demnach fristgemäß registrieren lassen. Sie haben schon einen Ausgleich für das Unrecht in den Heimen bekommen oder können damit rechnen. Sie haben sich leider zu spät bei uns gemeldet", sagte Herbert Scherer von der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle zur Aufarbeitung der Heimerziehung in der früheren Bundesrepublik und in der DDR.

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RBB online - 24. Juli 2015

Jedes zehnte ehemalige Heimkind geht leer aus

Mehr als 2200 Berliner sind inzwischen für das erlittene Leid in DDR-Heimen entschädigt werden, fast doppelt so viele sollen noch Geld bekommen. So lautet die Zwischenbilanz der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle zur Aufarbeitung der Heimerziehung in der früheren Bundesrepublik und in der DDR zur von der Bundesregierung aufgelegten Hilfsfonds. Hunderte andere Ex-Heimkinder bekommen jedoch nichts - weil sie ihren Antrag zu spät gestellt haben.

http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/07/Fonds-Heimkinder-Bilanz-jedes-zehnte-leer.html

Torgauer Zeitung - 30. Juni 2015

»Trauma Umerziehung: Heimkinder in der DDR«

Die Gedenkstätte GJWH Torgau präsentiert am 4. Juli um 16 Uhr den Dokumentarfilm »Trauma Umerziehung: Heimkinder in der DDR«. Vorab kam die Torgauer Zeitung mit dem wissenschaftlichen Referenten der Gedenkstätte ins Gespräch.

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Freie Presse Chemnitz - 27. Juni 2015

Camp für Geschichte in Plauen
Zeitreise in die DDR für Schüler möglich

Das 4. Sächsische Geschichtscamp findet vom 15. bis 19. September 2015 in Plauen statt. Noch bis zum 5. Juli können sich Schüler der Klassen 9 bis 13 für das Camp bewerben. 43 Mädchen und Jungen erhalten dann die Chance, eine historische Zeitreise in die DDR-Geschichte

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Spiegel Geschichte - 14. Juni 2015

Umerziehungsheime in der DDR - Geprügelt, weggesperrt, gedemütigt

Zu "vollwertigen Mitgliedern der sozialistischen Gesellschaft" sollten sie werden - rebellische Jugendliche in der DDR wurden in speziellen Heimen darauf gedrillt, sich ins Kollektiv einzufügen. Besonders gefürchtet: der Jugendwerkhof in Torgau. Von Eva-Maria Schnurr

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ZDF History - 31. Mai 2015

Margot Honecker - Die wahre Geschichte

Sie galt als einflussreichste Frau der DDR und verteidigt bis heute im chilenischen Exil Mauer und Stacheldraht: Margot Honecker. Von 1963 bis 1989 war sie Ministerin für Volksbildung der DDR. Das vorgegeben Erziehungsziel lautet: allseitig gebildete "Sozialistische Persönlichkeit" - es zählt die Einordnung ins Kollektiv, für Individualität ist wenig Platz. Wer aus den vorgegebenen Bahnen ausschert, eine eigene Meinung hat oder gar versucht aufzumucken, der hat wenig zu lachen. Für besonders renitente Jugendliche hat Margot Honeckers Ministerium für Volksbildung sogenannte Jugendwerkhöfe eingerichtet. Besonders berüchtigt ist der Geschlossenen Jugendwerkhof in Torgau.

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Spiegel Geschichte - 26. Mai 2015

Den Charakter korrigieren
von Eva-Maria Schnurr

Rebellische Jugendliche bekamen häufig staatlichen Druck zu spüren. In speziellen Heimen sollten sie lernen, sich ins Kollektiv einzufügen. Besonders gefürchtet war der Jugendwerkhof in Torgau.

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ZEIT ONLINE - 21. Mai 2015

Torgaus Lust und Last
von Christoph Dieckmann

Torgau feierte die Eröffnung der Pracht-Ausstellung Luther und die Fürsten. Auch am 25. April 1945 kamen die Amerikaner, zugleich "die Russen" der 1. Ukrainischen Front. In Torgau begegneten sich die Alliierten der Anti-Hitler-Koalition. Auch der Jugendwerkhof verschaffte Torgau einen dunklen Ruf. Diese Geschichte dokumentiert eine Dauerausstellung – auch dann, wenn Luther und die Fürsten wieder ausgezogen sind.

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Wolfsburger Allgemeine - 15. Mai 2015

Ein Luftballon für jedes vermisste Kind
Lesung im früheren "Jugendwerkhof"

Das Schicksal von Heidi Stein, die seit 1979 nach ihrem damals in der DDR spurlos verschwundenen Sohn Dirk Schiller sucht, ist kein Einzelfall. Aber nicht jeder traut sich, so öffentlich darüber zu sprechen wie die Isenbüttelerin, die 1988 gemeinsam mit Ines Veith sogar ein Buch über ihre Geschichte veröffentlicht hat: "Wo ist Dirk, Herr Honecker?“ Aus diesem Buch las sie jetzt in Torgau in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof.

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