Gedenkstätte GJWH Torgau

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Newsletter der Gedenkstätte

2017

Märkische Allgemeine - 25. Oktober 2017

Ausstellung zur Kindheit im Heim
Von Zöglingen und gefallenen Mädchen

Im Großen Waisenhaus zu Potsdam widmet sich eine gewaltige und herausfordernde Ausstellung der "Geschichte der Kindheit im Heim". Sie spannt einen Bogen vom Kaiserreich bis?zur Heimerziehung in West- und Ostdeutschland. Dass der Besucher begreifen, erspüren kann, was es bedeutete, im Heim zu sein, ist zahlreichen Zeugnissen der Kinder von "drinnen" zu verdanken.

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Deutschlandfunk Kultur - 24. Oktober 2017

Ausstellung "Geschichte der Kindheit im Heim"
Der Macht der Erzieher ausgeliefert

Rechtlos, weggesperrt oder als billige Arbeitskräfte ausgebeutet – die Schau "Geschichte der Kindheit im Heim" beschreibt die Situation aus dem Blickwinkel der Kinder. Sie ist in Potsdam zu sehen und schlägt einen Bogen vom Kaiserreich bis in die 70er-Jahre.
Der Kindheit in den Heimen der DDR ist in der Ausstellung ein eigener Abschnitt gewidmet. Studierende der Fachhochschule Potsdam haben dafür ehemalige Insassen des berüchtigten Jugendwerkhofs Torgau befragt, in dem gefängnisartige Zustände herrschten.

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Freie Presse - 23. Oktober 2017

Jugendwerkhof: Neue Schau stößt auf sehr großes Interesse

Die Eröffnung der Ausstellung stieß auf ein großes Interesse. Rund 100 Besucher lauschten gestern Vormittag den offiziellen Worten. "Das zeigt: Wir haben ein Thema gefunden, das die Köpfe und die Herzen der Menschen in der Stadt bewegt", sagte Achim Dresler, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Tuchfabrik.

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MDR Sachsen - 22. Oktober 2017

Ausstellungseröffnung: Beklemmende Einblicke in Crimmitschauer Jugendwerkhof

In der Crimmitschauer Tuchfabrik Gebrüder Pfau ist am Sonntag eine Sonderschau über den einstigen Mädchen-Jugendwerkhof eröffnet worden. Unter dem Titel "Die Jugend der anderen" werden Fotografien über den damaligen Lebens- und Arbeitsalltag gezeigt und Einzelschicksale vorgestellt.

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STERN - 15. Oktober 2017

Kindesmissbrauch tausendfach vertuscht: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

In der DDR war sexueller Kindesmissbrauch nicht nur geächtet, sondern auch ein politisches Tabu. "So etwas" hatte in der sozialistischen Gesellschaft nicht mehr vorzukommen. Die erste systematische Untersuchung zeigt: Es gab Tausende Opfer, deren Leid von höchster Stelle vertuscht wurde. Die Betroffenen blieben fast immer allein. Weil sie als Heimkinder in "Umerziehung" gewaltsam gebrochen wurden und ihren Peinigern Tag und Nacht ausgeliefert waren. Weil die übergriffigen Väter oder Onkel Funktionsträger waren, deren Taten die Stasi vertuschte. Und weil es "so etwas" im real existierenden Sozialismus einfach nicht zu geben hatte. Ihnen blieb damit oft jede Hilfe verwehrt.

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Sachsen-Fernsehen - 12. Oktober 2017

Sexueller Missbrauch in der DDR – das Tabu ist gebrochen

Leipzig – Sexueller Missbrauch in der DDR. Lange wurde dieses Thema verschwiegen, zu lange. Erst 2010 wurde es in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Besonders in den damaligen DDR Kinderheimen, aber auch im familiären Umfeld gab es Fälle von sexuellem Missbrauch. 

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Frankfurter Rundschau - 12. Oktober 2017

Sexueller Missbrauch Verschwiegen, vertuscht, versagt. Opfer sexuellen Missbrauchs in der DDR werden in Leipzig öffentlich angehört.

Erst kamen die Prügel, dann die sexuellen Übergriffe. Elf Jahre alt ist Renate Viehrig-Seger als der Vater sie ins Wohnzimmer zitiert und von ihr verlangt, ihn anzufassen. Von da an beginnt ein Teufelskreis: Das Jugendamt glaubt dem Mädchen nicht. Sie klaut, kommt ins Heim, reißt aus. Man fängt das Mädchen wieder ein, sperrt es erneut in ein Heim.

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Süddeutsche Zeitung - 11. Oktober 2017

"Sie haben mich gebrochen"
Erstmals beschäftigt sich eine Kommission mit sexuellem Kindesmissbrauch in der DDR.

Es ist die Nacht vor ihrem 17. Geburtstag, als plötzlich der Mann in der Tür steht. Der Mann ist der damalige Direktor des Geschlossenen Jugendwerkhofs in Torgau. In der Einrichtung sollten zu DDR-Zeiten Jugendliche gefügig gemacht werden. Jugendliche wie Renate Viehrig-Seger, die schon vor der Einweisung in den Jugendwerkhof viel erleiden musste. Auch der eigene Vater hatte sie missbraucht.

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ZDF heute - 11. Oktober 2017

Missbrauch in der DDR

Offiziell gab es im „real existierenden Sozialismus“ keinen Missbrauch. Das passte nicht zum Selbstverständnis der DDR. Eine neue Studie zeigt, dass es hunderte Missbrauchsopfer gab. Die Betroffenen wurden allein gelassen und schwiegen. Bis jetzt.

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MDR Sachsen - 11. Oktober 2017

Kindesmissbrauch in der DDR
"Man lernt damit umzugehen, dass der Staat immer Recht hat"

Missbrauch von Kindern und Jugendlichen - das gab es in der DDR offiziell nicht. Doch viele Jahre nach der Wende zeigt sich ein anderes Bild. Auf einem öffentlichen Hearing in Leipzig erzählen Betroffene am Mittwoch aus ihrer Jugend, die geprägt war von Gewalt.

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