Gedenkstätte GJWH Torgau

Tel.  03421 714203
Fax. 03421 776641

info@jugendwerkhof-torgau.de

Newsletter der Gedenkstätte

2017

Leipziger Volkszeitung - 24. August 2017

Der Wert der Freiheit
Delitzscher Baff-Theater tourt im November durch Klassenzimmer in Nordsachsen

Im Stück "Der Wert der Freiheit" widmet sich das Baff-Theater in Kooperation mit der Theaterakademie Sachsen, deren Studenten im Klassenzimmer spielen werden, einem ehrgeizigen Projekt. Das Thema ist in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte "Geschlossener Jugendwerkhof Torgau" entstanden. In Torgau befand sich von 1964 an und noch bis 1989 eine Disziplinierungsanstalt für Jugendliche – das Thema, so die Macher, dürfte heutigen Schülern auch Jahrzehnte später berühren und zum Nachdenken anregen. Ziel ist es zudem, die Regionalgeschichte rund um den Jugendwerkhof erlebbar zu machen. Die Schüler sollen sich auch fragen: Was ist der Wert der Freiheit heute?

zum Artikel

Deutschlandfunk Kultur - 16. August 2017

DDR - "Durchgangsheim" in Bad Freienwalde
Opfer fordern Rehabilitierung

In der DDR wurde es als "Durchgangsheim" bezeichnet, für die Betroffenen war es wie ein Gefängnis, in dem Kinder und Jugendliche eingesperrt und misshandelt wurden. Die Opfer kämpfen bis heute mit den Folgeschäden und um die Anerkennung ihrer Leiden. 
Minderjährige Insassen in dem "Durchgangsheim" in Bad Freienwalde wurden auch weiterverlegt in einen Jugendwerkhof, auch in den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau in Sachsen. Von 1964 bis 1989 wurden hier mehr als 4000 Jugendliche eingesperrt. Heute ist dort eine Gedenkstätte.

zum Beitrag

Der Sonntag - 10. August 2017

Eingemauerte Seelen
Mauer: Das Gedenken an den Bau der Berliner Mauer vor 56 Jahren lenkt den Blick auf die seelischen Spätfolgen von DDR-Unrecht. Dieses hinterlässt Wunden, die bis heute offen sind. Doch es gibt Hilfen.

Auch wenn diese Mauer längst in Trümmern liegt, ist doch noch nicht alles gut in den Seelen der einst politisch Verfolgten. Darauf weisen die Psychologen Karl-Heinz Bomberg und Stefan Trobisch-Lütge in ihrem neuen Buch »Verborgene Wunden. Spätfolgen politischer Traumatisierung in der DDR« hin. Darin heißt es: »Die etwa 300 000 politischen Gefangenen, die Zersetzungsopfer, die Opfer von Psychiatrie, Zwangsadoption oder die über 4000 gefangenen Jugendlichen im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau leiden bis heute unter den Auswirkungen ihrer Erfahrungen.

zum Artikel

Torgauer Zeitung - 20. Juli 2017

Auf der Suche nach Torgau
Was bei Youtube unter dem Begriff "Torgau" zuerst zu finden ist

In der heutigen Zeit in der bewegte Bilder im Internet immer wichtiger werden, bieten Portale wie Youtube und Co eine Plattform, um sich schnell und einfach zu informieren. Wir haben den Test für Sie gemacht und bei Youtube den Begriff Torgau gesucht.
Das Thema Geschlossener Jugendwerkhof Torgau ist dabei auf Platz 1, 3 und 4 vertreten.

zum Artikel

Volksstimme - 15. Juli 2017

Erlebtes belastet bis heute

In der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist eine neue Sonderausstellung eröffnet worden. Es geht um Kinderheime in der DDR.
Die Exposition zeichnet das Schicksal von vier Heimkindern aus drei Jahrzehnten nach und ergänzt um einen gemeinsamen, künstlerischen Berührungspunkt: Sie haben ihr Hobby Fotografie zur Aufarbeitung ihrer Erlebnisse genutzt.

zum Artikel

Helmstedter Nachrichten - 6. Juli 2017

Ehemalige DDR-Heimkinder stellen Bilder aus

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn lädt zur Eröffnung der Fotoausstellung „Vergangenheit bewältigen –  vier ehemalige Heimkinder aus drei Jahrzehnten und das gemeinsame Hobby Fotografie zur Aufarbeitung“ ein. Sie findet statt am Donnerstag, 13. Juli, 17 Uhr.

zum Artikel

Torgauer Zeitung - 20. Juni 2017

Auf Spurensuche
Begenungstag für Betroffene des Geschlossenen Jugendwerkhofs

Am 10. Juni 2017 fand in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH) Torgau ein Begegnungstag für ehemalige Insasen des GJWH Torgau statt. Schon bei der Anmeldung für diesen Tag wurde klar, dass es für viele Betroffene die erste Wiederbegegnung mit dem Ort nach ihrer Entlassung aus dem GJWH Torgau nach über 30 Jahren sein wird. Dieser schwierige Schritt wurde bei einem Großteil der Betroffenen von Familienangehörigen unterstützt und begleitet.

zum Artikel >>

Der Tagesspiegel - 3. Juni 2017

Opfer der DDR-Heimerziehung Um die Kindheit gebracht

In DDR-Heimen wurden Kinder und Jugendliche systematisch misshandelt und gedemütigt. Die psychischen und sozialen Folgen sind längst nicht geheilt.
Ein Gastbeitrag. Angelika Benz

zum Artikel

Torgauer Zeitung - 1. Juni 2017

"Dazu braucht es Mut"

Die ehemalige Bundesfamilienministerin (1998-2002) Dr. Christine Bergmann, stattete der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau in dieser Woche einen Besuch ab.  Grund ihres zweitägigen Aufenthalts waren vertrauliche Anhörungen mit neun von sexuellem Missbrauch betroffenen Opfern in DDR-Heimen. Die Kommission, der neben Bergmann auch Prof. Dr. Barbara Kavemann und Prof. Dr. Jens Brachmann angehören, habe damit dem Wunsch Betroffener entsprochen, die intensiven persönlichen Gespräche in einer ihnen vertrauten Umgebung zu führen, hieß es hierzu in einer Pressemitteilung.

zum Artikel

Leipziger Volkszeitung - 8. Mai 2017

Einzigartige und berührende Fotodokumente aus dem Jugendwerkhof Crimmitschau zeigt eine Ausstellung, die jetzt in der Evangelische Schule für Sozialwesen „Luise Höpfner“ in Bad Lausick zu sehen ist

Dass die von der Gedenkstätte im einstigen Jugendwerkhof Torgau gestaltete Schau in Bad Lausick Station macht, hat einen triftigen Grund. "Die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel schwärzester DDR-Pädagogik ist Teil unserer Erzieher-Ausbildung", sagt Andreas Große von der Leitung der Bildungseinrichtungen. Fahrten in die Torgauer Erinnerungsstätte gehörten deshalb zum Programm für diese Klassen. Sie seien immer mit einem Vortrag zum Jugendhilfesystem der DDR und zur Rolle der Jugendwerkhöfe, einem Besuch der Dauerausstellung und der Dunkelzellen und einem Zeitzeugengespräch verbunden. Diese Auseinandersetzung verdeutliche, "wie viel Macht institutionalisierte Erziehung haben und wie viel Ohnmacht sie auslösen kann. Auch dieses Kapitel der Berufsgeschichte von Erziehern braucht Aufmerksamkeit."

zum Artikel