Gedenkstätte GJWH Torgau

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Newsletter der Gedenkstätte

2021

Torgauer Zeitung – 9. September 2021

Bildungsarbeit läuft auf vollen Touren

Das Schuljahr in Sachsen hat kaum begonnen und schon verzeichnet die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau wieder ein volles Haus: „Unsere Bildungsangebote stoßen auf große Resonanz“, bestätigte  Bildungsreferentin Manuela Rummel. Dabei kommen die Nachfragen längst nicht nur aus dem Freistaat. So weilten in dieser Woche beispielsweise Zwölftklässler des Fontane-Gymnasiums aus Rangsdorf  in Torgau, um sich hier über die Geschichte der Einrichtung sowie die dunklen Seiten des Erziehungssystems der DDR ein Bild zu verschaffen. Nach drei Tagen intensiver Bildungsarbeit ging es für die Brandenburger am Donnerstag wieder zurück in die Heimat.

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Redaktionsnetzwerk Deutschland – 8. September 2021

SED-Opferbeauftragte Zupke: „Oft wollen Betroffene ein E-Bike“

Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Evelyn Zupke wurde am 10. Juni vom Bundestag zur ersten SED-Opferbeauftragten des Parlaments gewählt; vorher waren sich die Koalitionsfraktionen monatelang nicht einig geworden, wer das Amt übernehmen solle. Mittlerweile hat die 59-Jährige ihre Arbeit aufgenommen. Ihr werden neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Seite stehen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung – 29. August 2021

Missbrauch in der DDR: Die Doppelt-Eingeschlossenen

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs untersucht seit 2016 Ausmaß, Art und Folgen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR. Dabei war das Thema in der DDR weit mehr und länger tabuisiert als in der alten Bundesrepublik. Das Schweigen wirkte lange nach. Bis heute sagen Betroffene, dass sie nicht über ihren Heimaufenthalt in der DDR sprechen können und schon gar nicht über die erlittene sexualisierte Gewalt. Exemplarisch für das Leid, das Kindern und Jugendlichen zugefügt wurde, ist der Jugendwerkhof Torgau. Die „Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau“ leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit und unterstützt mit der Betroffeneninitiative „Missbrauch in DDR-Heimen“ Betroffene bei der Verarbeitung traumatischer Heimerfahrungen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung – 22. August 2021

Sexuelle Gewalt: Anerkennung durch Geist und Geld

Die Geschichte von Missbräuchen in der Schweizer Heimerziehung gleicht in vieler Hinsicht jener der Bundesrepublik. Für die Aufarbeitung hat das Land aber einen anderen Weg eingeschlagen. Und damit lehrreiche Erfahrungen gemacht.

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Thüringische Landeszeitung – 17. August 2021

Gruppe für DDR-Heimkinder in Gera

Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt Betroffene zu einem regelmäßig stattfindenden Gruppentreffen für ehemalige DDR-Heimkinder und Menschen mit Diktatur-Erfahrung in Gera ein.

Die Gruppe ist Teil der Fortführung und Weiterentwicklung des Unterstützungsangebotes für DDR-Heimkinder. Der Aufbau und die fachliche Begleitung stützt sich dabei auf die Erfahrung aus den zehn Gruppenangeboten der Jahre 2016 bis 2020 mit insgesamt 59 Teilnehmern und 186 Stunden Gruppenprozess, informiert der Landesbeauftragte.

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Die Bundesregierung – 11. August 2021

Rede von Kulturstaatsministerin Grütters anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus

Bei der Abendveranstaltung im Tränenpalast am 11. August 2021 zum 60. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer gedenkt Kulturstaatsministerin Grütters der Opfer und mahnt, dass die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in der DDR und die Erinnerung an ihre Opfer Aufgaben für die Zukunft bleiben werden.

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inSüdthüringen – 3. August 2021

Veste Heldburg: Ein exemplarischer Denkort

Die Veste Heldburg steht im Forschungs- und Bildungsprojekt „Denkorte“ exemplarisch für den Bereich der DDR-Heimerziehung. Staatssekretärin Tina Beer wird dort am Mittwoch eine Denkorte-Markierung am Zugang zur Burg enthüllen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung – 1. August 2021

Sexuelle Gewalt: Den Bann brechen

Weltweit gehen die Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs von Betroffenen aus. Der Blick auf die internationale Entwicklung lässt durchaus Gemeinsamkeiten erkennen, aber auch große Unterschiede.

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Basler Zeitung – 28. Juli 2021

Londoner Stadtteil Lambeth: Hunderte Pflege- und Heimkinder jahrzehntelang missbraucht

Heim- und Pflegekinder in dem Londoner Stadtteil Lambeth sind jahrzehntelang Vergewaltigungen, sexuellem Missbrauch und Rassismus ausgesetzt gewesen. Ein am Dienstag veröffentlichter Untersuchungsbericht schildert das Martyrium von Hunderten Kindern seit den 1960er Jahren. Die in Wohnheimen und bei Pflegeeltern lebenden Minderjährigen wurden demnach von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern vergewaltigt, attackiert und missbraucht, die sich wegen einer "Kultur des Wegschauens" für "unangreifbar" hielten.

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Die Zeit – 27. Juli 2021

Heimkinder: Knapp 200 Millionen Euro Entschädigung für Gewaltopfer in Heimen

Zwischen 1949 und 1990 haben Tausende Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Unrecht erfahren – und leiden noch immer an den Folgen. Etwa 19.000 Betroffene haben inzwischen eine Entschädigung von der Stiftung Anerkennung und Hilfe erhalten, wie das Bundessozialministerium der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Bis Ende Juni seien insgesamt knapp 196,6 Millionen Euro ausgezahlt worden.
Die Zahlungen gehen an Menschen, die von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik oder von 1949 bis 1990 in der DDR als Kinder oder Jugendliche in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Gewalt unterschiedlichster Art erfahren haben.

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