Gedenkstätte GJWH Torgau

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Newsletter der Gedenkstätte

2021

Torgauer Zeitung - 19. März 2021

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis

Der im Dressler Verlag erschienene Roman „Verraten“ von Grit Poppe ist in der Kategorie Jugendbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 nominiert. [...] In der Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau nahm man die Nominierung Grit Poppes mit Freude auf. „Schließlich greift sie auch in ihrem neuen Buch das Thema DDR-Heimerziehung und staatliche Repressionen gegen Jugendliche auf“, sagt Gabriele Beyler. Bereits mit ihren beiden vorherigen Jugendromanen „Weggesperrt“ und „Abgehauen“ sei es der Autorin gelungen, die Schicksale ehemaliger DDR-Heimkinder mit wunderbarer Sprache zu erzählen. „Sozialistische Umerziehung in den DDR-Heimen und das Leben der Heimkinder wird so für heutige Jugendliche nachvollziehbar und erlebbar“, fügt Beyler an.

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Torgauer Zeitung - 5. März 2021

Digitaler Alltag
 
Mit dem Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verzeichnete auch die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau massive Einschnitte in der alltäglichen Arbeit. Während die Dauerausstellung noch bis Ende Oktober 2020 zumindest für Individualbesucher geöffnet war, konnten Bildungsveranstaltungen zeitweise nur in kleinen Gruppen und mit erheblichen Einschränkungen stattfinden. Als im November der zweite Lockdown begann, mussten erneut alle geplanten Bildungsveranstaltungen in der Gedenkstätte abgesagt werden. [...] Mittlerweile gehören Online-Vorträge und digitale Zeitzeugengespräche zum Repertoire des Bildungsbereichs der Gedenkstätte.
 

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Leipziger Volkszeitung - 22. Februar 2021

Die Spur führt in die DDR: Romy Fölcks neuer Krimi „Mordsand“

Für ihren neuen Krimi hat die Ex-Leipzigern Romy Fölck im Jugendwerkhof Torgau recherchiert. in „Mordsand“ verarbeitet die Bestseller-Autorin ein dunkles Thema der DDR-Vergangenheit.

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Freie Presse - 20. Februar 2021

Geraubte Jugend: Frankenberger sucht Insassen aus DDR-Jugendwerkhöfen

Die Praxis der sozialistischen Heimerziehung war in der DDR ein Tabu. Erst nach der Wende wurden die teils katastrophalen Zustände in den Jugendwerkhöfen für schwererziehbare Jugendliche einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Ein Frankenberger will jetzt die Geschichte des Heims in Schloss Sachsenburg aufarbeiten.

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Der Tagesspiegel - 21. Januar 2021

DDR-Heimkinder: Seelisch und körperlich misshandelt

Mit der Erinnerung kommen auch die Schmerzen zurück. Und das Gefühl, ausgeliefert zu sein. Es sind die 1960er Jahre, Dagmar F. (Name geändert), nach der Geburt von ihrer Mutter zurückgelassen, lebt in einem Heim in der DDR und läuft mit anderen Kindern durch einen Flur. Eines reißt wohl eine Blume aus einem Trockengesteck, das als Deko an der Wand hängt. Das Mädchen wird verdächtigt und zur Heimleiterin ins Büro geschickt, die ihr zur Strafe büschelweise die Haare ausreißt und brüllt: „Damit du mal siehst, wie es der Blume geht.“ [...] Dagmar F. ist eine der Teilnehmerinnen im laufenden Forschungsverbund „Testimony – Erfahrungen in DDR-Kinderheimen. Bewältigung und Aufarbeitung“. Das Vorhaben widmet sich erstmalig umfassend dem psychischen Erleben der Betroffenen. 

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