Gedenkstätte GJWH Torgau

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2021

Freie Presse – 29. September 2021

Rehabilitierte DDR-Heimkinder: Hilfe aus Härtefallfonds

21 ehemals politisch Verfolgte in der DDR erhalten dieses Jahr finanzielle Hilfe aus dem Härtefallfonds des Landtages. Dazu zählten erstmals auch strafrechtlich rehabilitierte Heimkinder, teilte das Büro der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am Mittwoch mit. Der Fonds biete einmalig Hilfen von bis zu 5000 Euro. Zwar könnten die Zahlungen erlittenes Leid und verpasste Lebenschancen nicht wiedergutmachen, betonte Landtagspräsident Matthias Rößler. "Aber sie sind eine spürbare Geste und ein politisches Zeichen, dass wir die Opfer der SED-Diktatur nicht vergessen."

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Informationen zum Härtefallfonds des Landtages >>

Richtlinie Härtefallfonds SBZ/DDR vom 8. März 2019 (SächsABl. S. 526) >>

Medienservice Sachsen – 24. September 2021

Eröffnung des 10. Sächsischen Geschichtscamps

Vom 27. September bis 1. Oktober 2021 findet das diesjährige Geschichtscamp in Dresden in Kooperation mit der Körber Stiftung und der Bundesländer Sachsen und Baden-Württemberg statt. Mit dem Thema »Von Mauern, Flucht und saurem Regen… Leben in und nach der DDR« wird der Bezug zum 60. Jahrestag des Mauerbaus vom 13. August 1961 aufgenommen. Schülerinnen und Schüler erforschen spannende Themen zur DDR-Geschichte. Sie werden Gespräche mit Zeitzeugen führen, in Stasi-Akten recherchieren und die Gedenkstätte Bautzner Straße, dem ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis in Dresden, besuchen. Die Teilnehmenden werden die Ergebnisse in Filmen, Audio-Reportagen oder Szenischen Lesungen fassen.

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RP online – 20. September 2021

Verein Ehemalige Heimkinder feiert Fünfjähriges

Die Mitglieder des Vereins Ehemalige Heimkinder NRW haben ein Jahr lang gewartet und sich auf diesen Tag gefreut. Am 30. August 2015 wurde der Verein — die erste Gemeinschaft ehemaliger Heimkinder in NRW – mit 35 Mitgliedern gegründet. „Ich habe in meiner Wohnung angefangen. Unser erstes Domizil hatten wir dann in der Bödeckestraße gehabt“, erzählt Uwe Werner.

Die Mitglieder wollen sich gegenseitig in ihrem schweren Schicksal unterstützen. Sie setzen sich für die Anerkennung des Schmerzes und des Unrechts ein, das den Heimkindern widerfahren ist. „Wir sind in Nordrhein Westfalen der einzige Verein, der sich für ehemalige Heimkinder einsetzt“, sagt Uwe Werner stolz.

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Tagesspiegel – 15. September 2021

Kinder in DDR-Psychiatrien: Wie eine Filmreihe auf das Schicksal tausender Minderjähriger aufmerksam macht

Wenn es hieß „nicht-schulbildungsfähig“ und „nicht-förderfähig“, war das Schicksal besiegelt: Kinder mit geistiger Behinderung, denen zu DDR-Zeiten dieser Status attestiert wurde, hatten keine Chance. „Die Kinder lebten in Anstalten, wo es hauptsächlich um körperliche Versorgung ging“, sagt die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Maria Nooke. [...]

Um auf das Schicksal dieser Kinder und Jugendlichen aufmerksam zu machen, haben die Lebenshilfe und die Aufarbeitungsbeauftragte unter dem Titel „Trotzdem Ich“ eine Reihe von Kurzfilmen produziert, die jetzt in Potsdam vorgestellt wurden.

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Torgauer Zeitung – 9. September 2021

Bildungsarbeit läuft auf vollen Touren

Das Schuljahr in Sachsen hat kaum begonnen und schon verzeichnet die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau wieder ein volles Haus: „Unsere Bildungsangebote stoßen auf große Resonanz“, bestätigte  Bildungsreferentin Manuela Rummel. Dabei kommen die Nachfragen längst nicht nur aus dem Freistaat. So weilten in dieser Woche beispielsweise Zwölftklässler des Fontane-Gymnasiums aus Rangsdorf  in Torgau, um sich hier über die Geschichte der Einrichtung sowie die dunklen Seiten des Erziehungssystems der DDR ein Bild zu verschaffen. Nach drei Tagen intensiver Bildungsarbeit ging es für die Brandenburger am Donnerstag wieder zurück in die Heimat.

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Redaktionsnetzwerk Deutschland – 8. September 2021

SED-Opferbeauftragte Zupke: „Oft wollen Betroffene ein E-Bike“

Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Evelyn Zupke wurde am 10. Juni vom Bundestag zur ersten SED-Opferbeauftragten des Parlaments gewählt; vorher waren sich die Koalitionsfraktionen monatelang nicht einig geworden, wer das Amt übernehmen solle. Mittlerweile hat die 59-Jährige ihre Arbeit aufgenommen. Ihr werden neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Seite stehen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung – 29. August 2021

Missbrauch in der DDR: Die Doppelt-Eingeschlossenen

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs untersucht seit 2016 Ausmaß, Art und Folgen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR. Dabei war das Thema in der DDR weit mehr und länger tabuisiert als in der alten Bundesrepublik. Das Schweigen wirkte lange nach. Bis heute sagen Betroffene, dass sie nicht über ihren Heimaufenthalt in der DDR sprechen können und schon gar nicht über die erlittene sexualisierte Gewalt. Exemplarisch für das Leid, das Kindern und Jugendlichen zugefügt wurde, ist der Jugendwerkhof Torgau. Die „Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau“ leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit und unterstützt mit der Betroffeneninitiative „Missbrauch in DDR-Heimen“ Betroffene bei der Verarbeitung traumatischer Heimerfahrungen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung – 22. August 2021

Sexuelle Gewalt: Anerkennung durch Geist und Geld

Die Geschichte von Missbräuchen in der Schweizer Heimerziehung gleicht in vieler Hinsicht jener der Bundesrepublik. Für die Aufarbeitung hat das Land aber einen anderen Weg eingeschlagen. Und damit lehrreiche Erfahrungen gemacht.

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Thüringische Landeszeitung – 17. August 2021

Gruppe für DDR-Heimkinder in Gera

Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt Betroffene zu einem regelmäßig stattfindenden Gruppentreffen für ehemalige DDR-Heimkinder und Menschen mit Diktatur-Erfahrung in Gera ein.

Die Gruppe ist Teil der Fortführung und Weiterentwicklung des Unterstützungsangebotes für DDR-Heimkinder. Der Aufbau und die fachliche Begleitung stützt sich dabei auf die Erfahrung aus den zehn Gruppenangeboten der Jahre 2016 bis 2020 mit insgesamt 59 Teilnehmern und 186 Stunden Gruppenprozess, informiert der Landesbeauftragte.

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Die Bundesregierung – 11. August 2021

Rede von Kulturstaatsministerin Grütters anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus

Bei der Abendveranstaltung im Tränenpalast am 11. August 2021 zum 60. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer gedenkt Kulturstaatsministerin Grütters der Opfer und mahnt, dass die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in der DDR und die Erinnerung an ihre Opfer Aufgaben für die Zukunft bleiben werden.

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