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BERATUNG
Unsere Beratungsstelle unterstützt ehemalige DDR-Heimkinder bei der Recherche von Jugendhilfe- und Sonderakten und berät zu Möglichkeiten der Rehabilitierung.
Aufarbeitung von DDR-Heimerziehung: Persönliche Schicksalsklärung und fachkundige Unterstützung
Viele Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in DDR-Heimen untergebracht waren, beschäftigen ihre Erfahrungen noch lange danach. Die persönliche Aufarbeitung kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen und kann oft durch professionelle Begleitung erleichtert werden. Die Gedenkstätte bietet hierfür verschiedene Unterstützungsangebote an.
Beratung zur strafrechtlichen Rehabilitierung
Ehemalige Heimkinder, die in Spezialheimen untergebracht waren, können unter bestimmten Voraussetzungen eine strafrechtliche Rehabilitierung bei einem zuständigen Landgericht beantragen. Bei Erfolg können sich hieraus Entschädigungsansprüche, darunter eine Kapitalentschädigung und eine monatliche Rente in Höhe von 400€, ergeben.
Die Gedenkstätte unterstützt Betroffene bei diesem Verfahren, stellt Informationen und Formulare bereit und begleitet auf Wunsch während des gesamten Verlaufs.
Unterstützung bei der Schicksalsklärung
Für viele Betroffene ist die Recherche nach Heim- und Jugendhilfeakten ein Schritt ihrer persönlichen Aufarbeitung. Die Gedenkstätte hilft bei der Suche nach Unterlagen.
Einige empfinden die Beschäftigung mit den Akten als belastend. Daher bieten wir auf Wunsch und in Einzelfällen Unterstützung bei der Akteneinsicht und Begleitung bei der Auswertung der Dokumente an, wenn anderweitig keine Unterstützungsmöglichkeiten bestehen.
Auch Angehörige verstorbener Betroffener können Unterstützung bei der Klärung des Schicksals ihrer Familienmitglieder erhalten und sich über die DDR-Heimerziehung informieren.
Verweisberatung und weitere Hilfen
Die Gedenkstätte vermittelt auf Wunsch Kontakte zu weiteren Beratungsstellen, psychosozialen Hilfsangeboten sowie Selbsthilfe- und Vernetzungsgruppen ehemaliger Heimkinder.
Angebote für Fachkräfte
Auch Fachkräfte können sich zu den Anliegen und Ansprüchen von Betroffenen beraten lassen. Darüber hinaus bietet die Gedenkstätte Informationen zur SED-Unrechtsbereinigung sowie Bildungsangebote zur Geschichte der repressiven DDR-Heimerziehung an.
Kontakt:
Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau
Beratung und Unterstützung bei strafrechtlicher Rehabilitierung, Entschädigung und persönlicher Schicksalsklärung durch Hilfe bei der Recherche von Jugendhilfe-, Heim- und Sonderakten.
- info@jugendwerkhof-torgau.de
- 03421 714203
oder wenden Sie sich direkt an unseren Mitarbeiter für Kontakt und Beratung.
Joshua Maier
- j.maier@jugendwerkhof-torgau.de
- Mobil: 0163 3474868 (Dienstag bis Donnerstag: 10–14 Uhr)