Am 14. September 2026 von 9:00 bis 17:00 Uhr lädt die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu einer Bürgersprechstunde nach Torgau ein. Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die von SED-Unrecht betroffen sind und sich über Möglichkeiten der Rehabilitierung sowie Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen informieren möchten.
Vor Ort berät Utz Rachowski zu den Rehabilitierungsgesetzen, zum Sächsischen Härtefallfonds für SED-Opfer und zu verschiedenen Unterstützungsleistungen. Dazu gehören die sogenannte „Opferrente“ sowie Leistungen für ehemalige politische Häftlinge und Menschen, die rechtsstaatswidrig in Heimen, Jugendwerkhöfen oder Venerologischen Stationen der DDR untergebracht waren.
Ein Schwerpunkt der Beratung liegt auf den Verbesserungen durch die Gesetzesnovellierung von 2025 sowie dem neu eingerichteten bundesweiten Härtefallfonds. Gemeinsam mit den Ratsuchenden kann geprüft werden, ob die Voraussetzungen für entsprechende Anträge vorliegen. Auch beim Ausfüllen der notwendigen Formulare wird Unterstützung angeboten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Einsicht in die Stasi-Unterlagen zu stellen. Mitarbeiter des Stasi-Unterlagen-Archivs Leipzig beantworten Fragen zur Akteneinsicht. Für die Antragstellung wird ein gültiges Personaldokument benötigt.
Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.
Informationen zur Bürgersprechstunde
Termin: Montag, 14. September 2026, 9:00–17:00 Uhr
Ort: Stadtverwaltung Torgau, Markt 1, 04860 Torgau
Raum: 103 (Schiedsstelle)
Beratung: Utz Rachowski
Telefonische Erreichbarkeit am Beratungstag: 03421 748226
Die Beratung ist ohne vorherige Anmeldung möglich.