Stiftung für ehemalige politisch Verfolgte tagte in der Gedenkstätte

Wir freuen uns sehr, dass die erste auswärtige Sitzung des Stiftungsrats der Stiftung für ehemalige politisch Verfolgte (vormals Stiftung für ehemalige politische Häftlinge) in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau stattfand.

v.l. Michael Schumny, Andrea Rugbarth, Niels Schwiderski, Dr. Andreas Helle, Katrin Budde, Dieter Dombrowski, Evelyn Zupke, Guilia Siemers, Dr. Nancy Aris und Corinna Thalheim.

Zum Auftakt erhielten die Mitglieder des Stiftungsrats eine Führung durch die Dauerausstellung „Ich bin als Mensch geboren und will als Mensch hier raus“ und kamen anschließend mit einer Zeitzeugin der repressiven DDR-Heimerziehung ins Gespräch.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen außerdem der Austausch mit der Betroffeneninitiative ehemaliger DDR-Heimkinder und der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau sowie ein Fachvortrag von Prof. Dr. Heide Glaesmer zu den medizinischen und sozialen Langzeitfolgen repressiver DDR-Heimerziehung für ehemalige Heimkinder und ihre Angehörigen.

Oben: Nach dem Zeitzeuginnengespräch und unten: Vortrag von Prof. Dr. Heide Glaesmer

Wir haben uns sehr gefreut, die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke, sowie die Mitglieder des Stiftungsrats in Torgau begrüßen zu dürfen: Niels Schwiderski (Vorsitzender), Dieter Dombrowski (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Nancy Aris, Guila Siemers, Dr. Andreas Helle und Corinna Thalheim sowie die Mitglieder des Stiftungsvorstands Katrin Budde und Andrea Rugbarth.

Die Gedenkstätte bedankt sich für den vertrauensvollen Austausch und die intensiven Gespräche über die weitere Unterstützung ehemaliger DDR-Heimkinder und die Aufarbeitung repressiver DDR-Heimerziehung.

Niels Schwiderski, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung für ehemalige politisch Verfolgte:

„Wer die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau besucht und sieht, was Kinder und Jugendliche erdulden mussten, versteht, warum das Erlebte die Betroffenen bis zum heutigen Tag begleitet. Als Stiftung sind wir dankbar für die Arbeit der Gedenkstätte und der Betroffeneninitiative, die über die repressive DDR-Heimerziehung aufklärt und den Betroffenen zur Seite steht. Als Stiftung unterstützen wir ehemalige Heimkinder mit dem bundesweiten Härtefallfonds und weiteren Leistungen. Wir möchten alle Betroffenen ermutigen, sich von der Stiftung zu den Unterstützungsmöglichkeiten beraten zu lassen.“