In diesem Jahr erarbeitet die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau eine digitale Landkarte der Erinnerungsorte von Heimerziehung, Psychiatrie und Behindertenhilfe. Damit wird ein neuartiger Zugang zur Geschichte der repressiven DDR-Heimerziehung geschaffen.
Am 29. Januar 2026 übergab das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt die am Ministerium gesammelte Datendokumentation zur weiteren Bearbeitung an die Gedenkstätte.
Die interaktive Karte dokumentiert historische Informationen, Bildmaterial und Stimmen von Betroffenen zu den jeweiligen Orten, an denen Kindern und Jugendlichen in der DDR Unrecht widerfahren ist.
Als Ort der Erinnerung richtet sich die digitale Landkarte an Betroffene und Angehörige. Zugleich stellt sie ein Bildungsangebot für Interessierte dar, unterstützt Rehabilitierungsverfahren in Behörden und vor Gerichten und bietet wertvolle Impulse für Forschung und Recherche. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung repressiver Heimerziehung.
Die Veröffentlichung der digitalen Landkarte ist für das Jahr 2027 geplant. Anschließend soll sie kontinuierlich gepflegt und aktualisiert werden.
Hier geht es zur Pressemitteilung „Erinnerungskultur in Sachsen: Datendokumentation zur DDR-Heimerziehung, Psychiatrie und Behindertenhilfe für Kinder und Jugendliche an Trägerverein der Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau übergeben“ des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Pressespiegel:
Deutsches Ärzteblatt – LINK
Volksstimme – LINK
Evangelische Zeitung – LINK